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  • Omar Zirite

Eine Marke lizenzieren, gibt es nur Vorteile?

Eine angemeldete Mark zu lizenzieren kann durchaus eine gute Idee sein. Wenn man einfach etwas mehr Geld mit seiner Marke verdienen oder den Bekanntheitsgrad steigern möchte, kann die Lizenzierung durchaus positiv sein. Eine drohende Insolvenz kann durch die Lizenzvergabe der eigenen Marke vielleicht abgewendet werden und zusätzlich den Markt verbreitern.


Mit der Lizenzierung deiner Marke kann es dir vielleicht sogar gelingen, in bisher verschlossene Märkte vorzudringen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der aktuelle Star Wars-Hype: vom Parfum bis zur Bettwäsche, hier wurde eine Lizenz auf sehr viele der Marke bisher unerschlossene Märkte angewandt. Ob das gut ist oder nicht, bleibt dir selbst überlassen.

Eine Lizenzierung deiner Marke ist nicht nur interessant, um in weitere Märkte vorzustoßen (Diversifizierung), sondern auch, um dich zu spezialisieren. Auch der Weg ins Ausland kann mit einer Lizenzvergabe gelingen.

Bevor du deine Marke jedoch lizenzierst, solltest du überlegen, ob und wie du den Lizenzvertrag einschränken willst und ob du eine "sole-license" oder "single-use" Klausel für exklusives Nutzungsrecht einbauen oder lieber ein einfaches Nutzungsrecht vergeben willst. Du solltest deinen Lizenznehmern allerdings nicht zu viele Freiheiten einräumen, denn schnell gibt es unliebsame Sub-Lizenznehmer, die den guten Ruf deiner Marke schädigen können.

Es gibt noch einen weiteren Nachteil der Lizenzierung: Die Gefahr des "Overlicensing" kann dann bestehen, wenn die Marke zu oft lizenziert wurde und die Einnahmen als Lizenzgeber den tatsächlichen aktiven Umsatz des Unternehmens überschreiten. Das macht den Markeninhaber übermäßig von seinen Lizenznehmern abhängig.

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